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Daninas Dad, der Konditormeister.

In Memoriam. An meinen Vater.

Leidenschaft und Backkunst.

Dies ist die Geschichte eines Mannes, der eine Leidenschaft zu seiner Berufung machte:

Inspiriert von den Backkünsten seiner Mutter und Tanten, wusste mein Vater schon als Kind, dass er einmal „Zuckerbäcker“ werden wollte.

Und so kam es ...

... dass mein Dad Ende der 1950er Jahre eine Konditorlehre in Mattighofen absolvierte. Einige Jahre darauf, nach der Gesellenprüfung, zog es ihn in eine feine Konditorei nach München.

Glück gehabt, denn ganz nebenbei lernte er dort eine hübsche, "süße" Verkäuferin kennen, die jetzt meine liebe Mutter ist.

 

Mitte der 60er Jahre wurde meinem Vater eine Stelle in der Salzburger Confiseriefirma Rajsigl (später Mirabell und nun Salzburg Schokolade in Grödig) angeboten. Hier produzierte er über 40 Jahre lang die Echten Salzburger Mozartkugeln. Zwischendurch legte er die Konditor-Meisterprüfung ab.

Jedes Wochenende zauberte uns mein Dad die besten Torten, Kuchen und Rouladen auf den Tisch. Seine größten Spezialitäten waren Cremetorten und Salzburger Nockerl, die er an besonderen Festtagen in den Ofen schob. Zu Weihnachten gab es seine leckeren Plätzchen und locker-flaumige Brownies. Und ich durfte mich "exklusiv"  auf meine heißgeliebten Skubanki freuen.

 

Vor dem Tortenteller sitzend, wurde stets erwähnt, dass wir froh sein können, dass Mutter keinen "Schlosser" geheiratet hatte.

 

Seine Rezepte sind legendär, und seine umfassenden Kenntnisse über die Raffinessen der Backkunst waren einzigartig. Deshalb habe ich ihn immer wieder ermuntert, er möge doch ein Backbuch schreiben. Leider hat er es nicht getan.

 

Damit das Wissen meines Dads und seine köstlichen Rezepte nicht gänzlich verloren gehen, beginne ich nun, seine Rezepte zu reproduzieren und aufzuschreiben. 

Dazu versuchte ich erst einmal, aus seinen kargen, handschriftlichen Aufzeichnungen schlau zu werden und dann beim Nachbacken seiner Rezepte halbwegs an seine Resultate heran zu kommen.

 

Ich gestehe, anfangs war es manchmal schwieriger als es bei Dad aussah! Aber durch das viele Probieren merkte ich auch, wie viel Spaß das Backen macht. Und von Mal zu Mal klappte es besser! (Schließlich heißt es ja nicht umsonst: Übung macht den Meister.) Da ist es auch gar nicht so wichtig, dass ich meinem Dad hinsichtlich Optik, sprich Ausgestaltung und Dekor der Backwaren, nie das Wasser werde reichen können. Hauptsache ist doch, es schmeckt wie bei Dad. Und das tut es! 

 

Danke Papa, für alles!

Du fehlst.


Freut Euch an den Rezepten meines Dads, so wie wir uns Jahrzehnte lang freuen durften!


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