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33 Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Klimawandel & Artensterben - Was wir für die Umwelt tun können
Denken wir an die Welt, die Zukunft und unsere Nachkommen.

Kampf gegen Klimawandel & Artensterben

Die Weltbevölkerung wächst und die Weltwirtschaft boomt. Die Urwälder brennen. Gletscher und Permafrost im Erdboden schmelzen. Ozeane übersäuern. Der Meeresspiegel steigt. Lebensräume schrumpfen, unzählige Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Stürme, Missernten und Dürre gefährden unsere Zivilisation. Die Welt ist in Not!

 

Staaten, Parteipolitiker und Wirtschaft streiten um Lösungen. Entscheidungen finden sich keine - und alles dauert viel zu lange. Der Klimawandel und das Artensterben schreiten ungebremst fort. Deshalb nehmen wir den Kampf dagegen jetzt selber auf!

Inhaltsverzeichnis

Lust auf ein besseres Leben?

Wie wir unseren Alltag gestalten und mit verfügbaren Ressourcen umgehen hat direkte Auswirkung auf die Natur, unser Wohlbefinden, unsere Mitmenschen und die künftigen Generationen. Deshalb ist es wichtig, dass wir alle - Regierungen, Unternehmer und Konsumenten - nachhaltig und zukunftsorientiert denken und handeln. Auch wenn es nicht einfach ist, die eigenen Prioritäten hintenanzustellen oder alte Gewohnheiten abzulegen, wir müssen es trotzdem alle tun! Weil wir Lust auf ein besseres Leben haben.

Lust auf ein besseres Leben? 33 Tipps für mehr Nachhaltigkeit, die jeder - ganz einfach - selber umsetzen kann!

Was wir für die Umwelt tun können?

Bereits durch kleine Änderungen in unseren Konsum- und Lebensgewohnheiten können wir etwas zum Umweltschutz beitragen. Macht Euch bewusst, welche Auswirkungen Euer Konsum auf die Umwelt hat! Ihr werdet erkennen, dass Ihr  damit ganz nebenbei auch Euren eigenen Alltag bereichert. Das Motto lautet: Qualität geht vor Quantität.

33 Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Achtsamkeit beim Einkauf

Kauft ...

  • generell weniger ein: Einzig "reduzierter" Konsum bedeutet geringeren Rohstoffverbrauch und weniger Umweltbelastung.
  • bewusster ein: Achtet auf gute Qualität, unbedenkliche und natürliche Inhaltstoffe, nachhaltige Herstellung, regionale Produkte und Produktion (das vermeidet weite Transportwege).
  • Kleidung generell nur selten und möglichst in Second Hand Geschäften. Hinweis: Auch die Produktion von Baumwolle belastet die Umwelt stark (hoher Wasserverbrauch, Pestizide)!
  • Bio-Fleisch (Bio-Bauern füttern ihren Tieren kein Soja aus dem Regenwald).
  • Soja-Produkte nur aus ökologischem Anbau in Europa.
  • Naturkosmetik ohne Palmitate, Erdöl und Mikroplastik (mehr dazu erfahrt Ihr auf der Utopia Website unter "Die schlimmsten Inhaltsstoffe in Kosmetik")
  • Holz-Produkte aus heimischer, nachhaltiger Waldbewirtschaftung (Möbel, Türen, Parkett, Dekorationsartikel und Grillkohle!) Achtet beim Holzkauf auf das FSC-Siegel.
  • Produkte mit Fair-Trade-Siegeln (wie World Fair Trade Organisation, demeter, Naturland oder Bioland), von Unternehmen, die auf ökologische und soziale Kriterien bei Anbau, Transport und Herstellung ihrer Produkte achten (Kakao, Schokolade etc.)
  • recycelte Produkte (Druckpapier, Schulhefte, Taschentücher, Toilettenpapier etc.)
33 Tipps für mehr Nachhaltigkeit: Bio Fleisch statt Fleisch aus Massentierhaltung. Bio Bauern füttern kein Soja aus dem Regenwald.

Kauft möglichst keine Produkte

  • mit Palmöl (z.B. in fertig gekochtem Convenience Food und Kosmetik)
    Achtung: Palmöl wird oft als "pflanzliches Fett", "Pflanzenfette" oder "Pflanzenöl" ausgewiesen!
  • mit Sojalecithin, kurz E322 (z.B. in Convenience Food, Schokolade, Milchprodukten).
    Es wird aus Soja hergestellt, für dessen Anbau riesige Regenwaldflächen fallen!
  • mit Aluminium (Alufolie und -dosen)
  • aus Tropenholz (Möbel, Türen, Parkett oder Dekorationsartikel, Grillkohle!)
  • bei riesigen Online-Händlerplattformen zu Dumpingpreisen und vermeidet dadurch lange Lieferwege und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen. Zeigt Solidarität für kleine regionale Anbieter. Salzburger Online-Shops, Nahversorger und Dienstleister findet Ihr unter kaufen-in-salzburg.at

Achtsamkeit beim Rohstoff- und Energieverbrauch

  • Spart Wasser. Installiert Niederdruck-Brauseköpfe, schraubt Perlatoren in den Wasserhahnauslauf, duscht statt zu baden, spült Geschirr nicht unter fließendem Wasser, gießt den Garten mit (gesammeltem) Regenwasser.
  • Spart Energie. Nutzt Strom aus erneuerbaren Energien. Haus bzw. Wohnung gut isolieren. Im Winter Stoßlüften statt Fenster ständig kippen. Sparsam heizen. Kein unnötiges Licht brennen lassen. Bei Elektrogeräten Standby-Modus ausschalten. Kühlschrank höchstens auf 7°C runterkühlen. Auf Wäschetrockner verzichten. Treppe statt den Fahrstuhl benutzen.
  • Gönnt Eurem Auto Pausen. Sowohl die Erdölförderung, z.B. in den Regenwäldern Ecuadors, als auch die Produktion von Biodiesel (mit Palmöl!) gehen zu Lasten der Umwelt.
  • Reduziert Eure Flugreisen (verringert zudem die rasche, weltweite Ausbreitung von Krankheiten wie z.B. den Corona Virus im Frühjahr 2020)!
  • Repariert kaputte Geräte, statt neue zu kaufen.
  • Restauriert alte Möbel, statt neue zu kaufen (folgt den Trends: DIY Upcyling und Shabby Chic).
  • Vermeidet den häufigen Tausch funktionierender Elektrogeräte wie Handy, Computer, Fernseher (mit Coltan).
  • Gebt gebrauchte, gut erhaltene Artikel weiter (Möbel, Elektrogeräte, Kleider, Bücher, Zeitschriften etc.).
  • Spart Papier, jeder 5. Baum fällt unserem immensen Papierverbrauch zum Opfer! Druckpapier beidseitig nutzen; gelesene Bücher und Zeitschriften verkaufen oder verschenken; Briefkasten-Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen“.
  • Vermeidet Verpackungsmüll (v.a. aus Plastik). Zur Herstellung benötigt man enorme Mengen Energie.
  • Sammelt Alt-Papier, Plastik und Glas getrennt und bringt es zur entsprechenden Sammelstelle. Richtiges Recycling ist wichtig! Alte oder defekte Elektrogeräte gehören zum Recyclinghof, denn viele der wertvollen Rohstoffe können wiederverwendet werden.
  • Esst weniger Fleisch - und gar nicht aus Massentierhaltung.
Ein Brunnen für die Förderung von Grundwasser oder gesammeltes Regenwasser sind optimal zur Wässerung der Gartenpflanzen im Sommer

Nachhaltigkeit im Garten und täglichen Leben

  • Macht aus Eurem Garten einen naturnahen Garten und verhindert dadurch das Artensterben. Findet 17 Ideen und Tipps in meinem Post, wie Ihr einen Naturgarten gestalten könnt. Oder pflanzt neue immergrüne Bäume (z.B. Eibe, Tanne, Wacholder) und Pflanzen (wie Efeu). Damit wird sofort CO2 aus der Atmosphäre abgezogen - im Sommer wie Winter. 
  • Schützt Insekten und pflanzt heimische Obstbäume, Sträucher, Stauden, Blumen und Kräuter wie Apfel-, Pflaumenbaum, Haselnuss, Holunder, Weiß- und Sanddorn, Hundsrose, Ringelblume, Lavendel, wilder Majoran und Thymian. Diese Pflanzen bieten auch Vögeln, Eichhörnchen, Bienen und anderen nützlichen Insekten idealen Lebensraum und geeignete Nahrung.
  • Achtet - aufgrund der Klimaerwärmung und der damit einhergehenden Wasserverknappung - bei der Auswahl von Pflanzen auf deren Wasserbedarf! Neben den oben genannten heimischen Pflanzen vertragen z.B. Pfaffenhütchen, Malven, Fetthenne, Klatschmohn, Hornklee und Schafgarbe trockenen Boden.
  • Zieht oder vermehrt Pflanzen selber. Anleitungen dazu findet Ihr im Internet. Besonderen Spaß macht es, Pflanzen mit den Nachbarn zu tauschen - und so für den Erhalt alter Sorten zu sorgen!
  • Werdet zum Selbstversorger und schont Ressourcen: Pflanzt selber (heimisches) Gemüse, Obstbäume und Beerensträucher (wie Himbeere, Brombeere und Johannisbeere) in Eurem Garten oder auf dem Balkon.
  • Kocht und backt möglichst viel selber mit frischen, selbst angebauten oder biologischen regionalen Zutaten. Vielleicht einen leckeren Johannisbeerkuchen, ein himmliches Dessert mit Himbeeren oder einen Zwetschkenfleck?
    Salzburger Hofladen und regionale Lebensmittel Geschäfte findet Ihr unter kauf-jetzt-daheim.at.
  • Stellt natürliche Kosmetik aus Heilkräutern und nützlichen Pflanzen von Eurem Garten selber her. Viele Ideen und Anleitungen findet Ihr in meinen Pinterest Boards.
Heimische Obstbäume wie Apfelbaum sorgen für den Erhalt der Artenvielfalt
Lust auf ein besseres Leben? 33 Tipps für mehr Nachhaltigkeit.

ReGen Villages - Pilotprojekt für umweltfreundliches und zukunftsweisendes Leben.

Andreas Ilg hat einen wunderbaren Artikel auf dem Experiment Selbstversorgung Blog verfasst, den ich Euch abschließend empfehlen möchte. Er berichtet von einer Welt, in der Menschen in einer nachhaltigen, stressfreien und weltoffenen Gemeinschaft zusammenleben. Dies gelingt ohne die Natur zum Sklaven zu machen und auszubeuten. Die Nutzung regenerativer Energie-Technologien sorgt dafür, dass sauberer Strom, sauberes Wasser, Abwasser, Erdwärme und recyclebarer Müll in einem intelligenten Kreislauf eingebettet sind, welcher die Gemeinschaft autark macht und die Natur auch wieder gesunden lässt. Das Ökosystem vor der Tür versorgt die Einwohner mit hochwertiger biologischer Nahrung.

Utopie? Nein! James Ehrlich baut gerade in den Niederlanden eine solche Welt. ReGen Villages ist ein Pilotprojekt, welches von der Stanford Universität unterstützt wird und von dem dänischen Architekturbüro „Effekt“ entworfen und projektiert wurde.

Text Quellen: Statistik Portal Statista; Deutsche Stiftung Weltbevölkerung DSW; Die Tropenwaldstützung OroVerde; Rettet den Regenwald e.V.; Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Quaschning; TV-Reportage von Florian Schneider und Ines Rainer  "Wir tanken Regenwald-Die Lüge."

Bild Quelle Pixabay.com: Orang Utan Hände Pixel-mixer Marcel Langthim; Orang Utan Baby iribagrova8176 Ирина Гиязова; Regenwald & Palmölplantage sarangib Bishnu Sarangi; Palmfrüchte tristantan tk tan; Globus/Menschen Gerd Altmann; Kühe franzl34 Fred Lehmann; Soja-Ernte saicxi


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Deine Erfahrungen?

Hast Du Dich auch schon einmal näher mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt? Was machst Du, um die Umwelt zu entlasten bzw. zu schützen? Kennst Du besonders nachhaltige Produkte, Marken oder Unternehmen, die Du empfehlen kannst? Ich freue mich über Deinen Kommentar!

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