Ich will nur kurz die Welt retten!

Die Welt in Not.

Denken wir an die Welt. Orang Utan Hände mit Ball.
Denken wir an die Welt, die Zukunft und unsere Nachkommen.

Denken wir an die Zukunft und unsere Nachkommen.

Es ist traurig, aber wahr: Unsere Welt steckt in Schwierigkeiten! Bevölkerungswachstum, Umweltzerstörung, Klimaerwärmung. Das Thema ist genauso komplex wie belastend. Es gibt viel zu viele Probleme und offene Fragen. Und jeder hat seine eigene Sichtweise zur Weltsituation, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass der Mensch gerne dazu tendiert, in erster Linie an seine eigenen Bedürfnisse zu denken. Man hegt die Hoffnung, dass irgendein genialer Mensch die Welt aus ihrer Notlage befreit, indem er einen genialen Weg findet, der allen Ansprüchen gerecht wird. Aber realistischer Weise müssen wir fürchten, dass es keine globale Lösung für unsere Weltprobleme gibt. Also, gehen wir es selber an! Machen wir uns das Thema tagtäglich bewusst/er und handeln wir nachhaltig/er.

Wir wollen die Welt retten. Aber verzichten wollen wir nicht.

Der vorherrschende Egoismus der Individuen hat einen großen Effekt darauf, wie mit Mutter Natur, ihren Lebewesen und Rohstoffen umgegangen wird. Jeder verfolgt seine eigenen Ziele. Wir wollen alles haben und auf nichts verzichten. Und selbst wenn wir unser Verhalten „weltverträglich“ ändern wollen, müssen wir uns die Frage stellen, ob wir damit effektiv etwas besser machen. Es ist ein schier unlösbarer Konflikt zwischen Akteuren, Ansprüchen und Vernunft, der uns langfristig ins Verderben stürzt.

Entstehung der Weltprobleme (kausaler Zusammenhang).

  • Die Weltbevölkerung wächst immer schneller und braucht kontinuierlich mehr Raum, Nahrung und Konsumgüter. Die Flächen für den Lebensraum und Nahrungsbeschaffung werden immer weniger bzw. zu teuer. Immer mehr Menschen verarmen, hungern und haben kein Trinkwasser.
  • Die Menschen wollen möglichst gut leben und viel konsumieren, verdienen aber immer weniger. Also werden nur mehr billige Produkte gekauft. Quantität geht vor Qualität und Nachhaltigkeit.
  • Die Unternehmen wollen ihrerseits viel verkaufen, können aber nur überleben, wenn sie marktfähige Produkte profitabel produzieren. Die Werbung suggeriert uns, gute Qualität zu niedrigen Preisen sei möglich. Doch effektiv geht es auf Kosten der Arbeitnehmer, der Menschenrechte und der Umwelt. Selbst dem Ausbau von erneuerbaren Energien wie Windkraft stehen oftmals wirtschaftliche Interessen entgegen.
  • Die Finanzindustrie dient vor allem sich selbst. Und das schadet allen. Die mächtige Finanzlobby lenkt Regierungen, Vorstände und Investoren. Statt die Realwirtschaft (Wachstum) zu fördern, werden Unternehmer bewegt, kurzfristig zu denken und Gewinne künstlich aufzupumpen. Investmentbanken erzielen Millionengewinne indem sie Rohstoffe bunkern (zur Verknappung des Angebots) und damit die Preise künstlich in die Höhe treiben. Schnelle Kursgewinne schaffen Wohlstand für wenige. Durch riskante Spekulationen verursachte Finanzcrashs bringen Verluste für die breite Allgemeinheit.
  • Die Regierungen sind Getriebene. Sie wollen möglichst viel Steuern einnehmen und müssen gleichzeitig etwas gegen die Umweltprobleme unternehmen. Also, was tun? Schränkt ein Land die Unternehmen in ihrem Handeln ein, wird es zu einem unattraktiven Wirtschaftsstandort. Ergreifen die Politiker keine (nachhaltigen) Maßnahmen, verlieren die nächsten Generationen ihre Lebensgrundlage. Es ist bezeichnend, dass viele Staaten nur dann Umweltschutzverträge unterschreiben, wenn sie einen Nutzen daraus ziehen und Politiker totale Fehlentscheidungen aus Eigennutz nicht eingestehen bzw. korrigieren (wie beispielsweise Biodiesel mit Palmöl auch nach 2020 weiter zum Einsatz zu bringen).
  • Die Befriedigung aller Ansprüche geht letztendlich zu Lasten unserer Umwelt, die von uns Menschen unaufhörlich und in rasantem Tempo ausgebeutet und zerstört wird. Die Natur kann sich (vermeintlich) nicht dagegen wehren. Doch eines Tages werden wir erkennen, dass wir - beim Kräftemessen mit der Natur - die Verlierer sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Die wachsende Weltbevölkerung und die boomende Weltwirtschaft verursachen übermäßigen Verbrauch. Wir sind gezwungen, die Augen vor massiver Umweltzerstörung und täglichen Menschenrechtsverletzungen zu verschließen. Der Klimawandel schreitet ungebremst fort. Staaten, Parteipolitiker und Wirtschaft streiten um Lösungen, die allen gefallen sollen. Es braucht viel zu lange, bis gemeinsame Entscheidungen und nötige Investitionen gefunden werden. Und es braucht noch länger, bis diese endlich auf das Klima wirken. Mit jedem Jahr das vergeht, beschleunigt sich der Teufelskreis.

Die 3 größten Weltprobleme und ihre Folgen.

(Mein persönliches Ranking.)

1. Bevölkerungswachstum

  • unzureichender Lebensraum
  • Rohstoff Knappheit
  • Nahrungs- und Trinkwasser Knappheit
  • Seuchen
  • Kriege um Ressourcen

2. Umweltzerstörung (Regenwald & unverrottbarer Müll)

  • Klimawandel
  • Verdrängung des Sauerstoffs in der Luft
  • Übersäuern der Ozeane
  • Saurer Regen
  • Verlust der Artenvielfalt (Fauna & Flora)
  • Verlust der Lebensgrundlage für alle Lebewesen

3. Finanzindustrie

  • Armut für viele
  • Reichtum für wenige
  • Arbeitslosigkeit
  • Wirtschaftsflaute
  • Finanzcrash

1. Bevölkerungswachstum.

Weltbevölkerung Wachstumsentwicklung seit Christi Geburt - Statistik

Bevölkerungswachstum Jahre 0 - 2050 Statistik

Während die Weltbevölkerung in den ersten 1800 Jahren nach Christi Geburt nur schwach von rund 300 Millionen Menschen auf 980 Millionen anstieg, explodiert das Wachstum seit Beginn des Industriezeitalters.

  • Im Jahr 1804 lebten erstmals 1 Milliarde Menschen auf der Erde, 1900 waren es bereits 1,6 Milliarden.
  • Im 20. Jahrhundert hat sich die Weltbevölkerung nahezu vervierfacht.
  • Bis 2100 wird die Weltbevölkerung auf etwa 11 Milliarden steigen.
  • Danach stagniert das Wachstum aller Voraussicht nach.
Wachstumsentwicklung Weltbevölkerung von Christi Geburt bis 2050
Wachstumsentwicklung Weltbevölkerung von Christi Geburt bis 2050

Weltbevölkerung Kennzahlen 2016/2017

Anfang 2017 lebten 7.473.690.000 Menschen auf der Erde. Die Weltbevölkerung wächst

  • pro Sekunde um +2,7 Menschen
  • pro Tag um +229.277 Menschen
  • pro Jahr um rund 83,7 Mio. Menschen.

Den größten Anteil der Weltbevölkerung haben China 18,9%, Indien 18%, USA 4,4%, Indonesien 3,5%, Brasilien 2,8%, Pakistan 2,6%, Nigeria 2,5%, Bangladesch 2,21%, Russland 2%, Japan 1,7% (Stand 2016).

 

Der größte Bevölkerungszuwachs erfolgt in den ärmsten Ländern der Welt und wird auch künftig fast ausschließlich in den Entwicklungsländern stattfinden. Der Anteil der Europäer und Asiaten an der Gesamtbevölkerung wird in den nächsten 40 Jahren voraussichtlich sinken.

Wie viele Menschen leben derzeit auf der Erde und der wievielte sind Sie?

Sehr interessante Informationen finden Sie auf der Website der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung wie beispielsweise

  • Wie viele Menschen leben derzeit auf unserem Planeten?
  • Als wievielter Erdenbürger sind Sie auf die Welt gekommen?
  • Wie ist Ihre Position auf der Bevölkerungskurve?

 

Wenn Sie beispielsweise am 20.5.1960 geboren wurden, zählen sie zu den ersten 3 Milliarden Menschen.

Heute, 57 Jahre später, sind Sie bereits einer unter 7,5 Milliarden Menschen auf Erden.

2. Umweltzerstörung.

Klimawandel und seine Folgen

Eine Änderung der Temperatur und des Niederschlags hat starke Auswirkungen auf unsere Umwelt und somit auch auf uns. Laut Weltklima-Rat müssen wir die Klimaerwärmung auf 2 Grad Celsius begrenzen. Schaffen wir das nicht, stirbt unsere Lebensgrundlage:

  • Die entstehende Trockenheit zerstört die Tropenwälder nachhaltig.
  • Das Eis der Pole und die Gletscher schmelzen. Ganze Ökosysteme gehen unter.
  • Überschwemmungen setzen Teile Europas unter Wasser. Lebensraum geht verloren.
  • Artensterben, Stürme, Missernten und Dürre gefährden unsere Zivilisation.
  • Infektionskrankheiten verbreiten sich explosionsartig.

Wichtigster Klimaregulator: Der Regenwald

Regenwald - wichtigster Klimaregulator

Regenwälder bieten Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen. Außerdem sind sie die wertvollsten Schatzkammern der Erde, die Rohstoffe, Nahrungsmittel und Arzneipflanzen liefern. Der Wald erfüllt wichtige Ökosystemfunktionen, die das Klima stabilisieren. Er ist Wasserspeicher für den lokalen Kreislauf und verhindert Erdrutsche und Erosion. Tropische Wälder sind zudem einer der größten Kohlenstoff-Speicher weltweit. 46 Prozent des gesamten terrestrisch gebundenen CO2 ist im Wald zu finden. 1 ha Regenwald bindet durchschnittlich 892 Tonnen Co2. 

Durch das Abbrennen von Tropenwäldern wird der gebundene Kohlenstoff in hoher Konzentration freigesetzt. Bis zu 17% der weltweiten CO2-Emissionen stammen aus der Entwaldung. Das führt zum Klimawandel. Die dadurch entstehende Trockenheit zerstört die Tropenwälder zusätzlich. Steht nicht (mehr) ausreichend Waldfläche zur Verfügung, können die Ökosystemfunktionen nicht mehr erfüllt werden.

Waldverlust in Zahlen

Tag für Tag werden riesige Flächen kostbarer Urwälder abgeholzt oder abgebrannt. Nach Angaben der Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird

 

JEDE SEKUNDE weltweit eine Waldfläche in der Größe

eines halben Fußballfeldes vernichtet.

 

Der größte Waldverlust findet in den Entwicklungsländern in den Tropen statt.

Gründe für die Regenwald Zerstörung.

Um Platz für riesige Monokultur-Plantagen und den Abbau von Rohstoffen zu schaffen, wird intakter Regenwald in rasantem Tempo gerodet. Illegale Brandrodungen gefährden Tiere und Menschen. Illegale Brandrodungen gefährden jedes Jahr in der Trockenzeit auf Sumatra und Borneo Tiere und Menschen. Um die Anbaufläche für Palmöl zu vergrößern, brannten 2015 wochenlang Regenwälder. Die Rauchschwaden verdunkelten die Sonne und verschmutzten die Atemluft so sehr, dass Millionen Menschen betroffen waren und sogar Kinder starben.

 

Für nachstehende Rohstoffe stirbt der Regenwald und mit dem Wald stirbt die biologische Vielfalt. Viele Rohstoffe wären leicht durch andere Stoffe ersetzbar, aber dazu müssen große Konzerne erst zum Handeln gebracht werden. Und wie es aussieht, sind wir Konsumenten die Einzigen, die das zustande bringen können.

Rohstoffe, für dessen An-/Abbau der Regenwald weichen muss:

  • Soja: Um unseren riesigen Hunger auf Fleisch gerecht zu werden, ist die Massentierhaltung zur Regel geworden. Zum schnellen Wachstum brauchen die Tiere große Mengen Futter, das zu einem Großteil aus Soja besteht.
  • Palmöl: Das am meisten produzierte Pflanzenöl der Welt. Die Industrie liebt diesen Rohstoff, weil er "billig" ist. Palmöl wird in vielen Lebens-, Wasch- und Reinigungsmitteln, Kosmetik, Kerzen und Biodiesel* verarbeitet.
  • Tropenholz: Gefährdetes, langsam nachwachsendes und illegal geschlagenes Tropenholz für Möbel, Parkett, Grillkohle und sogar Papier/Zellstoff.
  • Coltan: Das aus dem Erz gewonnen Tantal-Metall findet Verwendung in Handys, Computer, Fernsehbildschirmen, Kameras, Spielekonsolen und Motoren. Die Abbauregionen liegen meist in unzugänglichen Regenwaldgebieten in Zentralafrika.
  • Bauxit: Der Grundstoff für Aluminium wird in riesigen Fördergebieten mitten im Amazonas abgebaut.

* Wir tanken Regenwald - Die Lüge Biodiesel.

Um Treibhausgase einzusparen ist die Industrie seit 2007 staatlich verpflichtet, 7% pflanzliches Öl in Diesel-Treibstoff zu mischen. Da hierfür größtenteils billiges Palmöl und auch Sojaöl verwendet werden, tanken Millionen von KFZ-Fahrern - ohne es zu wissen - mit jeder Dieseltankfüllung ein Stück Regenwald. Im Jahr 2015 wurde damit  fast die Hälfte des EU-weit benötigten Palmöls "verbrannt" (im warsten Sinne des Wortes)!

 

Bisher wurden bei der Klimabilanz von Biodiesel die Regenwaldverluste (für den Ölpflanzen-Anbau) nicht mit einberechnet. Anders bei einer Studie der Umweltorganisation Transport & Environment, deren erschütterndes Ergebnis zeigt, dass

  • der in Europa verkaufte Bio-Diesel im Schnitt um 80% umweltschädlicher ist als fossiler Diesel.
  • die Verwendung von Biodiesel das Klima fast doppelt so negativ beeinflusst wie Diesel auf Mineralölbasis.
  • Biodiesel aus Palmöl drei Mal klimaschädlicher ist als herkömmlicher Diesel.
  • Biodiesel aus Soja zwei Mal klimaschädlicher ist und
  • Biodiesel aus Raps 1,2-mal schädlicher ist als Diesel ohne Zusatz.

Die Klimaziele sind durch Biodiesel nicht erreichbar und die aktuelle Politik ist ein verheerender Fehler, der jedoch aus wirtschaftlichen und geopolitischen Gründen nicht eingestanden wird. Im Gegenteil! Trotz der katastrophalen Ökobilanz hat die EU beschlossen, den Anteil von pflanzlichem Öl in Diesel-Kraftstoff bis 2020 auf 20% zu erhöhen und Biodiesel (mit Palmöl ?) auch nach 2020 weiter zum Einsatz zu bringen!!!

Was ist CO2?

Kohlenstoffdioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Das unbrennbare, farb- und geruchlose Gas kommt in geringem Maße in der Luft vor. Pflanzen und Bakterien nehmen das natürlich entstandene Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre auf und wandeln es durch Photosynthese in Kohlenhydrate um, dabei wird Sauerstoff freigesetzt.

Warum ist CO2 schädlich für die Umwelt?

Die Erde verkraftet nur eine bestimmte Menge „Treibhausgase“. Das natürliche in der Luft enthaltene CO2 kann von der Umwelt problem- und schadlos entsorgt werden. Aber das von uns produzierte, zusätzliche CO2 ist nicht mehr gänzlich abbaubar. Einen Teil des CO2 Überschusses nehmen Ozeane und Biosphäre zusätzlich auf, der restliche Teil bleibt in der Atmosphäre zurück. Dies führt zu

  • Übersäuern der Ozeane
  • sauren Regen
  • Verdrängung des Sauerstoffs in der Luft
  • Schädigung von Meereslebewesen und Pflanzen
  • Klimaerwärmung

Zur Stabilisierung des Klimas muss laut Weltklima Rat der Klimagas-Ausstoß bis 2050 um mehr als die Hälfte gedrosselt werden.

Die größten Klimasünder weltweit.

Größte Klimasünder weltweit.

Für die Gesamtemissionen eines Landes spielen die Einwohnerzahl und die Pro-Kopf-Emission eine Rolle.

 

Die Industrieländer zählen zu den größten CO2 Verbrauchern. Fast zwei Drittel der weltweiten Kohlendioxid Emissionen werden von 10 Staaten verursacht, ganz voran stehen China (Tendenz steigend!) und die USA. Die Menschen in den Entwicklungsländern verursachen weitaus weniger CO2-Emissionen.

 

Ein Amerikaner verursacht beispielsweise rund zehnmal so viel Kohlendioxid wie ein Inder.

Entwicklung CO2 Emissionen und Konzentration.

Entwicklung CO2 Emmissionen und größte CO2 Verbraucher.

Die weltweiten Kohlendioxid Emissionen nehmen kontinuierlich zu: Seit 1970 haben sie sich mehr als verdoppelt. Seit dem Jahr 2013 steigen die Emissionen aber deutlich langsamer an. Das gibt etwas Hoffnung, dass sich eine Stabilisierung und dann eine Trendumkehr erreichen lassen.

 

Die Kohlendioxid Konzentration in der Atmosphäre ist von 280 ppm im Jahr 1860 auf inzwischen rund 400 ppm angestiegen. Ab 450 ppm kann die globale Erwärmung nur noch sehr schwer unter der kritischen Grenze von 2 Grad Celsius gehalten werden.

Lust auf ein besseres Leben?

Wie wir unseren Alltag gestalten und mit verfügbaren Ressourcen umgehen hat direkte Auswirkung auf die Natur, unser Wohlbefinden, unsere Mitmenschen und die künftigen Generationen. Deshalb ist es wichtig, dass wir alle - Regierungen, Unternehmer und Konsumenten - nachhaltig und zukunftsorientiert denken und handeln. Auch wenn es nicht einfach ist, die eigenen Prioritäten hintenanzustellen, oder alte Gewohnheiten abzulegen. Wir müssen es trotzdem alle tun.

Was wir für die Umwelt tun können?

Bereits durch kleine Änderungen in unseren Konsum- und Lebensgewohnheiten können wir etwas zum Umweltschutz beitragen. Machen Sie sich bewusst, welche Auswirkungen Ihr Konsum auf die Umwelt hat! Sie werden erkennen, dass Sie damit ganz nebenbei auch Ihren eigenen Alltag bereichern. Das Motto lautet: Qualität geht vor Quantität.

 

Kaufen Sie

  • generell weniger ein. Reduzierter Konsum bedeutet geringeren Rohstoffverbrauch und Umweltbelastung.
  • bewusster ein. Achten Sie auf gute Qualität, unbedenkliche und natürliche Inhaltstoffe, nachhaltige Herstellung. aus Ihrer Region. Das vermeidet weite Transportwege.
  • Bio-Fleisch (Bio-Bauern verfüttern kein Soja aus dem Regenwald).
  • Soja-Produkte (Tofu) nur aus ökologischem Anbau in Europa.
  • Naturkosmetik ohne Palmitate.
  • Holz-Produkte aus heimischer, nachhaltiger Waldbewirtschaftung (Möbel, Türen, Parkett, Dekorationsartikel und Grillkohle!) Achten Sie beim Holzkauf auf das FSC-Siegel.
  • Produkte mit Fair-Trade-Siegeln wie World Fair Trade Organisation, demeter, Naturland oder Bioland, die auf ökologische und soziale Kriterien bei Anbau, Transport und Herstellung ihrer Produkte achten (Kakao, Schokolade etc.)
  • Kleidung und andere Produkte möglichst oft von Unternehmen, die auf nachhaltige Produktion und faire Arbeitsbedingungen achten.
  • recycelte Produkte (Kleidung, Druckpapier, Schulhefte, Taschentücher, Toilettenpapier etc.)

 

Kaufen Sie möglichst keine Produkte

  • mit Palmöl (bei Kosmetik wird Palmöl oft als "pflanzliches Fett", "Pflanzenfette" oder "Pflanzenöl" ausgewiesen)
  • mit Sojalecithin, kurz E322 (z.B. in Fertigprodukten, Schokolade, Milchprodukten). Es wird aus Soja hergestellt, für dessen Anbau riesige Regenwaldflächen fallen.
  • die bereits fertig gekocht sind (Convenience Food).
  • mit Aluminium (Alufolie und -dosen)
  • aus Tropenholz (Möbel, Türen, Parkett oder Dekorationsartikel, Grillkohle!)

 

Vermeiden Sie unnötigen Rohstoffverbrauch und CO2-Emission:

  • Sparen Sie Wasser. Installieren Sie Niederdruck-Brauseköpfe, schrauben Sie Perlatoren in den Wasserhahnauslauf, duschen statt baden, Geschirr nicht unter fließendem Wasser spülen, Garten mit Regenwasser gießen.
  • Sparen Sie Energie. Nutzen Sie Strom aus erneuerbaren Energien. Haus bzw. Wohnung gut isolieren.  Im Winter Stoßlüften statt Fenster ständig kippen. Sparsam heizen. Kein unnötiges Licht brennen lassen. Bei Elektrogeräten Standby-Modus ausschalten. Kühlschrank höchstens auf 7 °C runterkühlen. Auf Wäschetrockner verzichten. Treppe statt den Fahrstuhl benutzen.
  • Gönnen Sie Ihrem Auto Pausen. Sowohl die Erdölförderung, z.B. in den Regenwäldern Ecuadors, als auch die Produktion von Biodiesel (mit Palmöl!) gehen zu Lasten der Umwelt.
  • Reduzieren Sie Ihre Flugreisen.
  • Reparieren Sie kaputte Geräte, statt neue zu kaufen.
  • Restaurieren Sie alte Möbel, statt neue zu kaufen.
  • Vermeiden Sie den häufigen Tausch funktionierender Elektrogeräte wie Handy, Computer, Fernseher (mit Coltan).
  • Geben Sie gebrauchte Artikel weiter (Möbel, Elektrogeräte, Kleider, Bücher, Zeitschiften etc.).
  • Sparen Sie Papier, jeder 5. Baum fällt unserem immensen Papierverbrauch zum Opfer! Druckpapier beidseitig nutzen; gelesene Bücher und Zeitschriften verkaufen oder verschenken; Briefkasten-Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen“.
  • Vermeiden Sie Verpackungsmüll. Zur Herstellung benötigt man enorme Mengen Energie.
  • Essen Sie weniger Fleisch - und gar nicht aus Massentierhaltung.

 

Was Sie sonst für die Umwelt tun können:

  • Alt-Papier, Plastik und Glas sammeln und zum Recycling geben. Recyceln Sie v.a. alte Elektrogeräte richtig, viele der Rohstoffe können wiederverwendet werden. (Abgabe bei entsprechender Annahmestellen oder zurück zum Hersteller.)
  • Kochen Sie möglichst viel selber mit frischen, biologisch angebauten und regionalen Zutaten.
  • Pflanzen Sie neue immergrüne Bäume. Damit wird sofort CO2 aus der Atmosphäre abgezogen, im Sommer wie Winter.
  • Pflanzen Sie selber Obst und Gemüse - in Ihrem Garten oder auf dem Balkon.

ReGen Villages - Pilotprojekt für umweltfreundliches und zukunftsweisendes Leben.

Andreas Ilg hat einen wunderbaren Gastartikel auf dem "Experiment Selbstversorgung Blog" verfasst, den ich Ihnen  abschließend empfehlen möchte. Er berichtet von einer Welt, in der Menschen in einer nachhaltigen, stressfreien und weltoffenen Gemeinschaft zusammenleben. Dies gelingt ohne die Natur zum Sklaven zu machen und auszubeuten. Die Nutzung regenerativer Energie-Technologien sorgt dafür, dass sauberer Strom, sauberes Wasser, Abwasser, Erdwärme und recyclebarer Müll in einem intelligenten Kreislauf eingebettet sind, welcher die Gemeinschaft autark macht und die Natur auch wieder gesunden lässt. Das Ökosystem vor der Tür versorgt die Einwohner mit hochwertiger biologischer Nahrung.

Utopie? Nein! James Ehrlich baut gerade in den Niederlanden eine solche Welt. ReGen Villages ist ein Pilotprojekt, welches von der Stanford Universität unterstützt wird und von dem dänischen Architekturbüro „Effekt“ entworfen und projektiert wurde ...

Text Quellen: Statistik Portal Statista; Deutsche Stiftung Weltbevölkerung DSW; Die Tropenwaldstützung OroVerde; Rettet den Regenwald e.V.; Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Quaschning; TV-Reportage von Florian Schneider und Ines Rainer  "Wir tanken Regenwald-Die Lüge."

Bild Quelle Pixabay.com: Orang Utan Hände Pixel-mixer Marcel Langthim; Orang Utan Baby iribagrova8176 Ирина Гиязова; Regenwald & Palmölplantage sarangib Bishnu Sarangi; Palmfrüchte tristantan tk tan; Globus/Menschen Gerd Altmann; Kühe franzl34 Fred Lehmann; Soja-Ernte saicxi

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Ihre Erfahrungen.

Haben Sie sich auch schon einmal näher mit dem "unendlichen" Thema beschäftigt. Sehen Sie optimistisch in die Zukunft oder eher ängstlich? Was machen Sie, um die Umwelt zu entlasten bzw. zu schützen? Kennen Sie besonders nachhaltige Produkte, Marken oder Unternehmen, die Sie empfehlen können? Ich freue mich über jeden Kommentar!

Hinweis: "Ich bin nicht unhöflich."

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