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Warum Salzburg zu den schönsten Städten der Welt zählt.

Salzburg - Top 18 Sehenswürdigkeiten.

Salzburg Altstadt und Festung Hohensalzburg - Unesco Weltkulturerbe seit 1996
Salzburg Altstadt und Festung Hohensalzburg - Unesco Weltkulturerbe

Stadt mit Geschichte. Das Vergangene kennen, um das Gegenwärtige besser zu verstehen.

Wenn man am Verputz der Salzburger Denkmäler kratzt, stößt man in der Regel auf das Mauerwerk von Vorgängerbauten aus dem Mittelalter oder der Römerzeit. Das barocke Salzburg gründet sich also auf einer mindestens 2000 Jahre alten Vergangenheit. Den Grundstein der Mönchsstadt Salzburg legte im 7. Jahrhundert der Wormser Bischof Rupert. Ein Brand um 1600 ist dafür verantwortlich, dass die Stadt ihr heutiges Gesicht erhält. Die Salzburger Ersterzbischöfe eiferten den neuesten architektonischen Ideen des Vatikans nach und deshalb holten sie sich für ihre Bauten die größten Künstler nach Salzburg. Mit dem Resultat, dass das historische Zentrum der Stadt Salzburg 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Wenn Sie mehr erfahren möchten, wie es früher war, was uns die Salzburger Gassen und Plätze erzählen und wie bzw. weshalb Salzburg zu einer der meistbesuchten Städte der Welt wurde, dann lesen Sie hier weiter!

"Jedermann" weiß, weshalb er in Salzburg leben und sterben will ....

Salzburg im Überblick.

Mönchsstadt Salzburg

Salzburg Stift St. Peter mit alter Mühle

St. Peter Bezirk mit Kloster, Kirche, Friedhof & Katakomben und Frauenkloster Stift Nonnberg.

Fürstenstadt Salzburg

Salzburg Dom und Stift St. Peter

Salzburger Dom, Franziskaner Kirche,  Festung Hohensalzburg, Universität, Kollegienkirche, Pferdeschwemme.

Bürgerstadt Salzburg

Salzburg Getreidegasse mit alten Zunftzeichen

Waagplatz, Getreidegasse, Rathaus, Gold- & Brotgasse, Alter Markt, Siegmund-Haffner-Gasse, Hagenauerplatz, W.A. Mozart, Bürgerspital, St. Blasius-Kirche.


Vororte Salzburgs

Salzburg Schloss Freisaal

Schloss Freisaal, Mülln mit Kirche und Kloster.

Stadtberge Salzburgs

Salzburg, Salzach, Altstadt und Festungsberg

Mönchsberg/Festungsberg/Nonnberg Rainberg, Kapuzinerberg.

Salzburg City Map

Salzburg City Map

Neustadt am rechten Salzachufer

Salzburg rechtes Salzachufer mit Café Bazar & Hotel Sacher

Platzl, Linzer Gasse, Steingasse, Dreifaltigkeitsgasse, St. Andrä-Kirche, Schloss Mirabell, Mozarteum, Landestheater, Schwarzstraße.

Außenbezirke am linken Salzachufer

Salzburg Schloss Hellbrunn

Schloss Hellbrunn, Monatsschlössl,  Hellbrunner Zoo, Hellbrunner Allee, Schloss Leopolsdkron.

Außenbezirke am rechten Salzachufer

Salzburg Kirche Maria Plain

Plainviertel mit Bahnhof, Itzling, Gnigl, Parsch, Aigen.



MönchSstadt Salzburg, gegründet 696 durch St. Rupert

Den Grundstein der Mönchsstadt Salzburg legte im 7. Jahrhundert der Wormser Bischof Rupert, der einer fränkischen Adelssippe entstammte. Nach einem Aufenthalt in Regensburg erhielt er um das Jahr 696 von Bayernherzog Theodo II. die Reste der alten Römerstadt Iuvavum übertragen. Hier errichtete er eine Gemeinschaft von Weltpriestern, aus denen sich später das Domkapitel entwickelte.  

 

Seine erste große Blüte erlebte Salzburg unter dem aus Irland stammenden Bischof Virgil (ca. 746 - 784). Die Stadt Salzburg wurde zu einem Zentrum der Kunst, Kultur und Literatur. Zu Virgils Zeit, im Jahre 770, wurde erstmals der deutsche Name 'Salzburg' (anstatt Iuvavum) genannt. Eine Ableitung von der 'Salzpurch' auf dem Nonnberg und vom Salz der Quellsalinen von Reichenhall (die Rupert von Herzog Theodo geschenkt erhielt).

1. St. Peter - Kloster, Kirche, Friedhof und Katakomben

Im Jahr 696 gründete Bischof Rupert - mit Hilfe der romanischen Restbevölkerung und bayerischer Ansiedler - das Stift St. Peter. Bis zum Jahre 987 waren die Salzburger Bischöfe zugleich auch Äbte von St. Peter.

 

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2. Stift Nonnberg - Kloster & Kirche

Neben Stift St. Peter gründete Rupert - im Auftrag des Herzogs Theodo - auch das Frauenkloster Nonnberg.

Um 715 weihte er die Stiftskirche der Gottesmutter Maria.

  

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Fürstenstadt Salzburg

Im Jahr 798 wurde Salzburg von Papst Leo II auf Bitten der Frankenkönigs Karl des Großen zum Erzbistum erhoben. Im Jahr 1328 wurde Salzburg zum Fürsterzbistum. Der Erzbischof war geistliches Oberhaupt und zugleich  Landesfürst. 

Die Salzburger Erzbischöfe hatten eine einzigartige Sonderstellung - fast wie ein "halber Papst". Bis ins zwanzigste Jahrhundert wählte sie das Salzburger Domkapitel und nicht der Papst. Und wie ein Papst durften sie selbst Bischöfe ernennen. Bis 1803 herrschten sie über den zweitgrößten Kirchenstaat der Welt, nach Rom. Um das Erzstift Salzburg herrschten feudale Herrschaftsverhältnisse.

3. Salzburger Dom - Gotteshaus mit 10 Bränden und 3 Weihen

Wo unser Dom heute steht befand sich vermutlich schon in der Römerzeit ein Heiligtum. Den ersten Dom in Salzburg ließ Bischof Virgil errichten. Nach sieben Jahren Bauzeit gehörte der Dom zu den 3 größten Kirchen des 8. Jahrhunderts.

 

Zur Dom Weihe im Jahr 774, ließ Virgil die Reliquien Ruperts von St. Peter in die neue Basilika übertragen, was einer Heiligsprechung gleich kam. Damit sicherte er das Andenken an den fast vergessenen Stadt Gründer. In den folgenden Jahrhunderten wurde Rupert zum Schutzpatron von Salzburg. Am Tag der Domweihe, den 24. September, feiert Salzburg das Fest seines Landespatrons.

 

Der Salzburger Dom erlitt insgesamt 10 Brände, wurde jedoch immer wieder aufgebaut. 

  • 842 brannte der Virgilianischen Dom aufgrund eines Blitzschlags bis auf die Hauptmauern ab.
  • 1127 entstand bei einem Glockenguss auf dem Domplatz erneut ein Feuer, bei dem der Salzburger Dom, die Kirche St. Peter und große Teile der Stadt brannten.
  • 1167 brannte der Salzburger Dom, nachdem die Grafen von Plain die Stadt anzündeten. Daraufhin entstand unter Erzbischof Kardinal Konrad III (1177-1183) der größte romanische Dom in Salzburg, mit 122 Meter Länge, 48 Meter Breite und einer Fläche von rund 5.200 qm.
  • Den vollständigen Untergang des mittelalterlichen Virgilianischen Doms brachte die achte Brandkatastrophe 1598, bei dem die Türme und das Dach vernichtet wurden und kurz darauf das Gewölbe einstürzte ...

Der junge Erzbischof Wolf Dietrich beschloss daraufhin, die Stadt von Grund auf umzubauen, Teile der Bürgerstadt und den alten Dom abzureißen und so den Grundstein für ein neues Gotteshaus und eine fürstliche Residenz zu legen. Der Kirchenstaat im Norden (Salzburg) sollte es dem Kirchenstaat im Süden (Rom) nachmachen. Wolf Dietrichs Nachfolger Erzbischof Markus Sittikus ließ den neuen Dom fertigbauen. Die Pläne hierfür entwarf der italienische Baumeister Santino Solari (der am Friedhof St. Peter begraben liegt).
1628 wurde der neue Salzburger Dom vollendet und von Erzbischof Paris Lodron feierlich eingeweiht.

 

1944 zerstörte eine Fliegerbombe die Kuppel des Salzburger Doms und einen Teil des Altarraumes. Nach seiner Renovierungen wurde der Salzburger Dom in alter Pracht 1959 erneut geweiht.

 

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4. Kapitelplatz mit Kapitelschwemme

Der Kapitelplatz wurde durch Erzbischof Wolf Dietrich geschaffen. Dafür ließ er das dort angelegte Domkloster und den Domkreuzgang mit Kapellen niederlegen.

 

Erzbischof Leopold Firmian errichtete auf dem Kapitelplatz eine Schwemme für die Pferde des Domkapitels. Dabei entstand einer der anmutigsten Brunnen Salzburgs, mit Neptun und Meerroß. Durch den Almkanal, der im 12. Jahrhundert durch den Mönchsberg geleitet wurde, wird die Kapitelschwemme mit Wasser versorgt.

5. Residenz (fürsterzbischöfliche Palastanlage), Residenzplatz & Residenzbrunnen

1110 entstand unter Erzbischof Konrad I ein neuer Bischofshof (Sitz der Erzbischöfe, nach St. Peter). 1596 begann Erzbischof Wolf Dietrich - auf dem Platz des mittelalterlichen Bischofshofes - mit dem Bau der heutigen Residenz. Die Salzburger Residenz galt als einer der prächtigsten Fürstensitze Deutschlands und Österreichs.  Anfang des 17. Jahrhunderts errichtete Erzbischof Wolf Dietrich des weiteren die Neue Residenz (mit Glockenspielturm). Dieses Gebäude diente Regierungszwecken und enthält eine Flucht von Prunksälen.

 

Für den Bau des Residenzplatzes mussten unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau fünfundfünfzig mittelalterliche Gebäude weichen. Sogar der ursprünglich vorhandene Domfriedhof wurde abgetragen. (Als Ersatz dafür wurde ein neuer Friedhof neben der St.-Sebastians-Kirche angelegt.) Der Brunnen-Enthusiast Erzbischof Guidobald Thun war Auftraggeber des üppigen, barocken Residenzbrunnens aus Untersberger Marmor (1656 und 1661).

6. Michaelskirche, Mozartplatz & Glockenspiel

Die heutige Michaelskirche ist ein Barockbau aus den Jahren 1767-1776. An ihrer Stelle befand sich einst die älteste Stadtpfarrkirche von Salzburg, die schon im Jahre 813 urkundlich erwähnt wird. Neben der Kirche lag der Stadtfriedhof. Nach 1223 ging das Pfarrecht jedoch auf die heutige Franziskanerkirche über.

Zur Zeit des Erzbischofs Wolf Dietrich standen rund um die Michaelskirche viele Bürgerhäuser eng beisammen. 1603 wurde eine große Zahl der Häuser niedergerissen, damit der Platz geschaffen werden konnte, der Michaelsplatz benannt wurde. 1842 wurde der - in der Mitte des Platzes stehende - Michaelsbrunnen durch das Mozartdenkmal ersetzt und der Platz in Mozartplatz umbenannt.

7. Salzburger Franziskanerkirche

Über die Anfänge der Franziskanerkirche weiß man leider nichts zu berichten, manche behaupten, sie sei noch älter als der Dom. Ihr Bau wird dem hl. Virgil zugeschrieben. Beide Gotteshäuser sind jedoch durch starke Gegensätze geprägt: Der Dom ist die dominierende barocke Bischofskirche, ein Bauwerk religiöser Repräsentation. Die Franziskanerkirche hingegen ist eine schlanke, gotische Kirche der Bürger, eine Stätte der stillen Einkehr. Bis 1635 war die Franziskanerkirche die Pfarrkirche der ganzen Stadt Salzburg.

 

Wie fast alle Salzburger Gotteshäuser wurde auch die Franziskanerkirche von mehreren Bränden heimgesucht und  immer wieder aufgebaut. 1167 fiel die Franziskanerkirche dem Strafgericht Kaiser Friedrich Barbarossas zum Opfer. Mit ihrer Neuerrichtung, an der Wende zum 12. Jahrhundert, setzte sich die aufstrebende Salzburger Bürgerschaft ein Zeichen. Das selbstbewusste Bürgertum konnte es sich leisten, die Kirche zu erneuern und die bekanntesten Baumeister nach Salzburg zu holen.

 

Im Inneren der Kirche präsentieren sich 4 Kapellen, alle aus dem 17. Jahrhundert. Erzbischof Wolf Dietrich schuf einen Verbindungsgang zur Residenz.

 

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8. Festung Hohensalzburg

Im Investiturstreit (zwischen geistlicher und weltlicher Macht in den Jahren 1076 bis 1122) standen die Salzburger Erzbischöfe auf der Seite des Papstes. So wurde die Stadt Salzburg mehrmals von Anhängern des Kaisers verwüstet. Als Zuflucht für sich, seine Gefolgsleute und Bediensteten begann Erzbischof Gebhard im Jahr 1077 auf dem Mönchsberg mit dem Bau der Salzburger Festung. Erzbischof Konrad I verbesserte die Verteidigungsanlagen und beendete den Bau. Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495 bis 1519), aufgrund seines Wappenzeichens, "der Rübler" genannt, baute die Festung weiter aus, erweiterte die Wehrmauer und verlegte die Hofhaltung auf die Festung. Im Laufe seiner Regentschaft wurde Hohensalzburg ein vornehmer spätgotischer Regierungssitz, wie die prunkvollen Fürstenzimmer nach wie vor belegen.

 

Zur damaligen Zeit war die Salzburger Festung uneinnehmbar. Heute ist sie die größte Burg in Österreich, Europas größte Burganlage aus dem 11. Jahrhundert und mit jährlich über einer Million Besucher Salzburgs beliebteste Sehenswürdigkeit.

9. Hofmarstall, Pferdeschwemme, Neutor und Festspielhaus Salzburg

1607 wurde von Erzbischof Wolf Dietrich der Hofmarstall errichtet. Der Stall war für 150 Pferde bestimmt und hatte Marmorbarren und Marmorbrunnen mit fließendem Wasser.

 

1696 ließ Erzbischof Johann Ernst Thun eine Schwemme (Bad) für die Pferde des erzbischöflichen Marstalls errichten. Um das Magazin abzudecken und dem Siegmundsplatz einen gefälligen Abschluss zu geben, wurde die Pferdeschwemme mit einer Rückwand mit Pferdebildern versehen.

 

Da in der Stadt Salzburg bereits großer Platzmangel herrschte, und neue Besiedlungsgebiete benötigt wurden, plante man 1676, den Mönchsberg von oben zu durchschneiden. Dieser Plan musste jedoch abgebrochen werden. In den Jahren 1764 bis 1766 (zu Mozarts Jugendzeit) wurde dann ein 135 Meter langer Stollen, das "Neutor" durch den Mönchsberg gebrochen. Der Tunnel war für die damalige Zeit eine technische Meisterleistung.

 

1956 wurde Clemens Holzmeister mit einem Neubau des großen Festspielhauses - auf dem Boden des alten Hofmarstalles - beauftragt. Um den hierfür notwendigen Platz zu gewinnen, wurden 55.000 qm Mönchsbergfelsen weggesprengt.

 

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10. Universität, Furtwänglerpark, Kollegienkirche, Universitätsplatz mit Grünmarkt

Das Universitätsgebäude entstand zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1617 bis 1650). Die durch Erzbischof Markus Sittikus gerufenen Benediktiner eröffneten hier erst ein Gymnasium. Erzbischof Paris Lodron gestaltete die Schule zur Universität aus. 1623 und 1625 wurde die Universität durch den Papst und den Kaiser genehmigt. Die bayerische Regierung hob im Jahr 1810 die Salzburger Universität auf. 1962 wurde die neue staatliche Universität Salzburg wieder begründet.

 

Der Furtwänglerpark, mit dem Schiller Denkmal, war früher der „Botanische Garten“. In diesem waren neben fast allen einheimischen auch manch ausländische Pflanzen zu finden. Heute erinnern daran nur mehr einige prächtige Bäume (Ginko, Weymouthskiefer, Eibe, Ulme). Bei Grabungen im Park stieß man auf Überreste römischer Profanbauten.

 

Die Salzburger Kollegienkirche ist ein gewaltiger Kuppelbau und wurde in den Jahren 1694 - 1707 unter Erzbischof Johann Ernst Thun nach dem Entwurf von Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtet. Durch das frühzeitige Ableben des Erzbischofs Johann Ernst Thun erfuhr die Kollegienkirche nicht mehr die geplante malerische Ausstattung. Die großartige Architektur lässt die Farbe jedoch nicht vermissen. Die Kollegienkirche war die Universitätskirche.


Bürgerstadt Salzburg

Die Bürgerstadt hatte um 800 n.Chr. ihren Schwerpunkt im heutigen Waagplatz. Der Waagplatz hat seinen Namen von der städtischen Waage, die hier im 15. Jahrhundert aufgestellt war. Auf ihr mussten alle Kaufmannsgüter abgewogen werden. Er war der älteste Marktplatz unserer Stadt. Am Waagplatz wurde auch Gericht gehalten, sogar öffentliche Hinrichtungen sollen vollzogen worden sein. Waagplatz Nr. 1 (Ankerhaus) war das alte Gerichtsgebäude, das im 11. Jahrhundert errichtet wurde. Waagplatz Nr. 3 war das älteste Rathaus von Salzburg.

Im Jahr 1407 kaufte der Bürgermeister von Salzburg den "Kheuzlturm". Aus ihm schufen die Bürger das heutige Rathaus. Zur Zeit Mozarts (1772) erhielt das Gebäude seine schöne Rokokofassade.

11. Getreidegasse, Alter Markt, Waagplatz, Rathaus, Mozarts Geburtshaus


Vororte Salzburgs

12. Schloss Freisaal - Treueschwüre der Salzburger Erzbischöfe

Schloss Freisaal ist ein Wasserschloss im Süden der Stadt Salzburg im Stadtteil Nonntal, in unmittelbarer Nähe zur Hellbrunner Allee.

 

Erbaut wurde die Wasserburg von Fürsterzbischof Pilgrim II. von Puchheim in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Sein Name leitet sich von Freudensaal ab. Das deutet darauf hin, dass bereits dieses (fürst)erzbischöfliche Lustschloss einen größeren Saal enthielt, der für gesellschaftliche Zusammenkünfte benutzt wurde.

 

Ernst von Bayern bestimmte das Schloss zum Ort des Gelöbnisses für alle neu gewählten Erzbischöfe. Nach ihren Treueschwüren ritten die Erzbischöfe in einer feierlichen Prozession - mit viel Kanonendonner und Glockengeläut - vorbei an einer endlosen Reihe von jubelnden Bürgern zum Nonntaler Tor. Hier wurden sie von den Vertretern des Domkapitels und der Stadtverwaltung erwartet. Auch der letzte regierende Fürsterzbischof von Salzburg, Hieronymus Graf Colloredo, hielt sich noch 1772 an diesen Brauch.

 

Seit dem 19. Jahrhundert befindet sich das Wasserschloss in privatem Besitz.

13. Mülln mit Kloster & Kirche

Die Müllner Kirche, auch Augustinerkirche genannt, am nördlichen Ausläufer des Mönchsberges in der alten Vorstadt Mülln gelegen, steht auf geschichtsträchtigem Boden. Schon in heidnischer Zeit war die Anhöhe über dem Salzachufer eine Stätte des Kultes. Das uralte Siedlungsgebiet zu ihren Grundmauern reicht bis in prähistorische Zeiten zurück.

 

Eine erste Kapelle in Mülln wird 1148 zur Zeit Erzbischofs Gebhard erwähnt. Das kleine Kirchlein wurde über die Jahre zu klein für die wachsende Bevölkerung und so begann Erzbischof Johann II. von Reisberg im Jahr 1439 mit dem Bau der spätgotischen Saalkirche, die in ihrer Grundsubstanz bis heute erhalten ist. Erzbischof Burghard gründete - zur Betreuung der neugeschaffenen Pfarre - das Kollegialstift der Augustiner (bestätigt durch Papst Paul II. im Jahr 1465).

 

In den Folgejahren verfiel die Kirche Mülln mangels finanzieller Möglichkeiten. Wolf Dietrich von Raitenau erneuerte darauf die Kirche und übergab sie 1605 den Augustiner-Eremiten. Ihre letzte Ausgestaltung erfuhr die Müllner Kirche in der späteren Barockzeit. Der bescheidene Zugang lässt kaum erahnen, welche Pracht und welcher herrlicher Anblick den Besucher im Inneren erwartet.

 

1621 gründeten die Augustiner ihre bis heute bestehende Brauerei zu Mülln. Seit 1890 wird das ehemalige Klostergebäude als Braugasthof genutzt. Die heutige Augustinerbrauerei mit dem angrenzenden Müllner Bräustübl ist Österreichs größte Biergaststätte.


Stadtberge Salzburgs

14. Mönchsberg/Festungsberg/Nonnberg, Rainberg, Kapuzinerberg.

Salzburgs Hausberge geben der Stadt ihr einzigartiges Gesicht.


Neustadt Rechtes Salzachufer

15. Kaiviertel, Hotel Sacher, Cafe Bazar, Linzer Gasse, Berggasse

16. Schloss Mirabell - Ein Liebesgeschenk des Fürsterzbischofs

Es war ein Liebesgeschenk, das Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau im Jahr 1606 für seine Salome Alt errichten ließ. Von Markus Sittikus wurde das Schloss später in Mirabell umbenannt (abgeleitet aus mirabile ‚bewundernswert‘ und bella ‚schön‘). Fürsterzbischof Franz Anton Fürst von Harrach ließ Schloss Mirabell von 1721 bis 1727 von dem bekannten Barockbaumeister Lukas von Hildebrandt großzügig umbauen.

 

Ein großer Stadtbrand am 30. April 1818 beschädigte das Schloss schwer: Der Marmorsaal (ehemaliger Festsaal des Fürsterzbischofs) und die Marmortreppe blieben jedoch unversehrt. Das Treppenhaus mit den anmutigen Engelsfiguren zählt zu den größten Kostbarkeiten von Schloss Mirabell.

 

Der Mirabellgarten - barocker Lustgarten in der Innenstadt - wurde unter Erzbischof Johann Ernst von Thun um 1690 neu gestaltet. Seine optische Ausrichtung auf Dom und Festung verleiht dem Garten eine grandiose Wirkung – und bezieht ihn zugleich in die Gesamtheit des historischen Stadtbildes ein. Springbrunnen und beschwingte Steinfiguren bereichern die Schönheit des Gartens. Im Jahr 1854 wurde der Mirabellgarten von Kaiser Franz Joseph der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Heute befinden sich im Schloss Mirabell die Amtsräume des Salzburger Bürgermeisters und der Stadtverwaltung. Der Marmorsaal, gilt heute als einer der "schönsten Trauungssäle der Welt". In ihm haben schon Vater Leopold Mozart und seine Kinder Wolfgang und Nannerl musiziert.

 

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Salzburg Aussenbezirke linkes Salzachufer

17. Lustschloss Hellbrunn mit Wasserspielen & Zoo und Hellbrunner Allee.

Zwischen 1612 und 1615 ließ Fürsterzbischof Markus Sittikus dieses Lustschloss im Süden von Salzburg erbauen. Der "Dom-Baumeister" Santino Solari setzte diesen Auftrag nach italienischem Vorbild um und schuf ein architektonisches Juwel,  das bis heute zu den prächtigsten Renaissance-Bauten nördlich der Alpen zählt.

 

Das Lustschloss in Hellbrunn diente damals wie heute genau einem Zweck: Lebensfreude, Zerstreuung und Unterhaltung. Das Wasser wurde von Anfang an zum bestimmenden Gestaltungselement des Schlosses. Dies nutzte Markus Sittikus bei den Wasserspielen, die er erbauen ließ, um seine Gäste zu unterhalten, zu erstaunen und an der Nase herum zu führen. Bei den Hellbrunner Wasserspielen kann man heute in nahezu unveränderter Form das erleben, was die Erzbischöfe vor fast 400 Jahren so erfreute: geheimnisvolle, mystische Grotten, wasserbetriebene Figurenspiele und tückische Spritzbrunnen an allen Ecken und Enden.

 

Der Salzburger Zoo in Hellbrunn zeigt zahlreiche heimische und exotische Tierarten in naturnahen, großzügigen Freianlagen. Dabei wird die gegebene, natürliche Landschaft in Hellbrunn mit der gewohnten Lebenswelt der Tiere harmonisch verbunden. Heute leben rund 1200 Tiere - 140 Tierarten - auf dem 14 Hektar großen Zoogelände.

 

Der schönste Weg, um nach Hellbrunn zu gelangen, ist wohl die Hellbrunner Allee. Sie ist die älteste erhaltene herrschaftliche Allee der Welt mit einer Gesamtlänge von etwa 2,5 Kilometer. Fürsterzbischof Markus Sittikus ließ sie anlegen, um auf der geraden Strecke gemütlich von der Stadt in die Natur zu kommen. Die Allee hat sich in den letzten 400 Jahren kaum verändert. 621 Bäume säumen einen autofreien Weg, entlang dessen sich herrschaftliche Häuser befinden. Die Allee führt außerdem vorbei an vielen Schlösschen: Schloss Freisaal liegt inmitten eines Teichs, das "Gwandhaus" und Schloss Frohnburg diente als Filmkulisse für „The Sound of Music“.

 

18. Schloss Leopoldskron mit Leopoldskroner Weiher.

Das Schloss Leopoldskron liegt nur wenige Gehminuten von der Salzburger Altstadt entfernt. 1736 ließ Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian seinen Familiensitz in dieser einzigartig schönen Lage erbauen. Als er 1744 kurz nach der Fertigstellung verstarb, ließ er sein Herz im Boden der Kapelle von Schloss Leopoldskron begraben, weil er es "…so liebte".

 

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wechselten die Besitzer von Schloss Leopoldskron häufig. Der Berühmteste war König Ludwig I. von Bayern, der hier 1853 die Verlobungsfeier der späteren Kaiserin Sissi mit Kaiser Franz Josef von Österreich im Familienkreis feierte. 1918 kaufte Max Reinhardt, Gründer der Salzburger Festspiele und Europas berühmtester Theaterimpressario, das Rokoko-Juwel, um es zum internationalen Treffpunkt der Kunst- und Kulturszene seiner Zeit zu machen. Seit 1965 ist das Schloss weltberühmt als originaler Drehort von "The Sound of Music".

 

Seit 1947 ist Schloss Leopoldskron die Heimat der amerikanischen Bildungsinstitution und NGO Salzburg Global Seminar und als Privatbesitz nicht öffentlich zugänglich. Im Geburtshaus der Salzburger Festspiele besteht die Möglichkeit, ein einmaliges Wohnerlebnis in geschichtsträchtigen Mauern zu genießen. Die 55 Zimmer im Meierhof sowie die 12 Suiten im Schloss vermitteln eine private Wohnatmosphäre im Stil englischer Herrenhäuser. Gespeist wird - wie einst bei Fürsterzbischof Firmian - in den Prunkräumen des Schlosses.

Textquellen:

"Heimatkunde Stadt Salzburg", Buch einer Lehrergemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl, Verlag: Salzburger Druckerei. Folgende Websites: Salzburg Information, Offizieller Reiseführer für Salzburg. Salzburg-Wiki und Erzabtei St. Peter.

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