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Entstehung der vier Jahreszeiten.

Die vier Jahreszeiten im Wandel.
Die Ursache für die 4 Jahreszeiten: "Die Erde steht ein bisserl schief."

Wo die Natur uns zum Staunen bringt.

Wieso haben wir in Österreich eigentlich vier Jahreszeiten? Und weshalb ist es auf beiden Polen (im Norden und Süden) dauernd kalt und in der Mitte unserer Erde ständig heiß? Die Hintergründe für dieses Phänomen  interessieren mich schon seit langem. Anlässlich der Blogparade von Kathi Keinstein zum Thema "Wo die Natur uns zum Staunen bringt" möchte ich heute versuchen, die Gründe für die Entstehung der vier Jahreszeiten möglichst kurz und mit einfachen Worten zusammenzufassen.

Die Ursache für die Jahreszeiten.

Wie wir alle wissen, kreist die Erde – innerhalb eines Jahres – immer auf gleicher Ebene um die Sonne. Die Umlaufbahn ist elliptisch, wodurch die Distanz der Erde zur Sonne variiert. Obwohl man annehmen könnte, dass dies bestimmend für die Jahreszeiten ist, hat dieser Umstand keinen nennenswerten Einfluss auf die Sache. Der Jahreslauf der Erde um die Sonne macht lediglich die Winter im Süden etwas strenger und im Norden etwas milder und kürzer.

 

Die Erde dreht sich auch - innerhalb eines Tages, nach Osten hin - einmal um ihre eigene Achse. Dabei steht die zwischen Nord- und Südpol verlaufende Erdachse in einem schrägen Winkel zu ihrer Bahnebene (auf der die Erde in 365 Tagen um die Sonne kreist). Dadurch ändert sich der Winkel, in dem die Sonnenstrahlen auf die Erde treffen.

 

Die tatsächlichen Ursachen für die unterschiedlichen Jahreszeiten sind also tatsächlich die Schräglage der Erde und die Dauer der Sonneneinstrahlung.

Planet Erde - Verhalten im Sonnensystem.

Die Erde im Sonnensystem - Entstehung der Jahreszeiten.
Die Erde im Sonnensystem - Entstehung der Jahreszeiten.

Frühling, Sommer, Herbst oder Winter?

Durch die Schräglage der Erde treffen die Sonnenstrahlen – je nach Stand der Erde auf ihrer Umlaufbahn – im Laufe eines Jahres in verschiedenen Winkeln auf die Erdoberfläche.

Sommer wegen steiler Sonneneinstrahlung

Treffen die Sonnenstrahlen steil, also direkt von oben auf die Erde, wird es auf der Erde wärmer und es bleibt länger hell, die Tage werden länger.

 

Zu nachstehenden Zeitpunkten treffen die Sonnenstrahlen in den angeführten Regionen in einer geraden Linie auf die Erde. Die Sonne steht dann im Zenit, am höchsten Punkt des Horizonts, also senkrecht über uns:

  • 20./21. März + 22/23. September am Äquator
  • 20./21. Juni am nördlichen Wendekreis
  • 21./22. Dezember am südlichen Wendekreis
Entstehung der Jahreszeiten - Steile Sonneneinstrahlung - Sommer.
Steile Sonneneinstrahlung - Sommer.

Winter wegen flacher Sonneneinstrahlung

Treffen die Sonnenstrahlen in einem flachen Winkel auf die Erde, wird es kühler und früher dunkel, die Tage werden kürzer. Die Sonne steht niedriger am Horizont als im Sommer.

Entstehung der Jahreszeiten. Flache Sonneneinstrahlung - Winter.
Flache Sonneneinstrahlung - Winter.

Klimazonen & Breitengrade.

Nicht an jedem Ort der Erde treffen die Sonnenstrahlen im gleichen Winkel auf die Oberfläche. Dadurch entstanden die verschiedenen Klimazonen. Die klimatischen Eigenschaften der einzelnen Zonen lassen sich mit Hilfe der fünf Breitengrade - nördlicher und südlicher Polarkreis, nördlicher und südlicher Wendekreis und Äquator – grob wie folgt zusammenfassen.

Fünf Breitengrade der Erde: nördlicher und südlicher Polarkreis, nördlicher und südlicher Wendekreis und Äquator
  • An den beiden „Enden“ der Erdachse befinden sich die Pole, die Arktis im Norden und die Antarktis im Süden. Die Polargebiete sind dauerhafte Kälte und Schneezonen.
  • In den Zonen zwischen den beiden Polar- und Wendekreisen befinden sich die gemäßigten Klimazonen, die sich durch einen eindeutigen Jahreszeitenwechsel mit unterschiedlichen Temperaturen und Niederschlägen auszeichnen.
    Wir Österreicher haben Glück, denn in der nördlichen gemäßigten Klimazone liegt unser wunderschönes Land!
  • Zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis herrscht tropisches bzw. subtropisches Klima, in dem es kaum jahreszeitliche Änderungen gibt.
  • In der Erdmitte befindet sich der Äquator. Die Sonneneinstrahlung ist hier ganzjährig am höchsten. Trotz häufiger Niederschläge im Frühjahr und Herbst und großer Schwankungen bei den Tagestemperaturen, gibt es hier keine Jahreszeiten.

Konträre Jahreszeiten - Nord/Süd.

Aufgrund der Neigung der Erdachse ergibt sich eine weitere Besonderheit: Gegensätzliche Jahreszeiten auf der Nord- und Südhalbkugel.

  • Die Nordhalbkugel und der Nordpol sind ab 21. Juni mehr der Sonne zugeneigt, daher ist hier nun Sommer während auf der Südhalbkugel Winter ist.
  • Und ab 21. Dezember sind die Südhalbkugel und der Südpol mehr der Sonne zugeneigt, daher ist dort dann Sommer und auf der Nordhalbkugel Winter.

Astronomische Jahreszeiten.

Frühlingsbeginn

- Zeit der Tag und Nachtgleiche -

Nordhalbkugel: 20./21. März

Südhalbkugel:   22./23. September

 

Sommerbeginn - Sommersonnenwende

- längster Tag des Jahres -

Nordhalbkugel: 20./21. Juni

Südhalbkugel:   21./22. Dezember

 

Herbstbeginn

- Zeit der Tag und Nachtgleiche -

Nordhalbkugel: 22./23. September

Südhalbkugel:   20./21. März

 

Winterbeginn - Wintersonnenwende

- kürzester Tag des Jahres -

Nordhalbkugel: 21./22. Dezember

Südhalbkugel:   20./21. Juni


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